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Manager sind in einer misslichen Lage. Einerseits haben sie die Aufgabe – so wird es zumindest immer wieder gesagt – , endlich dafür zu sorgen, dass etwas vorwärts geht, dass Dinge anders (im Sinne von besser) laufen und endlich, ENDLICH! die Mitarbeiter das liefern, was sie draufhaben. Mehr (Eigen-) Verantwortung übernehmen. Mehr Engagement zeigen. Weniger krank sind. Kreativ sind, eigenständig denken. Und dabei voll motiviert sind…
Und das, bitte, ohne dass die Bedeutung und der Status der Manager in Mitleidenschaft gezogen werden. Schließlich sind sie es ja, die all das geforderte organisieren sollen. Und das geht schließlich nur, wenn man die Macht dazu hat und präzise steuert. Das Ganze nennt man dann Changemanagement.

Heerscharen von Beratern stehen Spalier, zu diesem hehren Auftrag einen nützlichen Beitrag zu leisten; wobei die Nützlichkeit bei näherem Hinsehen in erster Linie bei Ihnen selbst aufschlägt in Form von üppigen Tagessätzen. Sie sind aber auch hochgerüstet bis an die Zähne mit allem, was gut, teuer und angesagt ist. Sie kennen die neuesten Methoden und sind die kompetentesten Schweinetreiber in allen Dörfern. Und sie werden gebucht, weil sie vor allem eines nicht tun: Die Rolle des Managements in Frage stellen.
So wird dann optimiert, gestrafft, geregelt, bestpracticed, umgesteuert und nachjustiert, bis es überall quietscht, aber selten bis gar nicht findet eine echte Auseinandersetzung mit der Frage statt, was eigentlich das Problem ist.

Und das hat einen guten Grund: Das Problem ist nämlich das Management selbst. Um eine (im Sinne der bestehenden Aufgabe nützliche) wirksame Veränderung herbeizuführen, müsste das Management in einer Organisation mit ganzer Kraft darauf hinarbeiten, sich selbst so schnell wie möglich überflüssig zu machen.
Weil, und das ist echt tragisch, die heute unisono geforderten Eigenschaften von Mitarbeitern wie Kreativität, Verantwortung, Motivation und Engagement weder käuflich noch „manageable“ sind. Sie sind entweder da – oder eben nicht.
Und – jetzt müssen alle Manager ganz tapfer sein – da wo viel Management ist, sind sie (die genannten Eigenschaften) es in der Regel eben nicht. Sonst hätten die Manager ja nicht die Aufgabe, sie beizubringen. – Ein Teufelskreis.

Wenn eine Organisation sich wirklich verändern soll, dann müssen an ihrer Spitze Menschen stehen, die keine Angst davor haben, dass ihr bisheriger Job irgendwann nicht mehr gebraucht wird.
Dann nämlich, wenn das, was angeblich alle wollen, tatsächlich eingetreten ist:
Mitarbeiter, die eigenverantwortlich handeln, Engagement zeigen und kreativ die Organisation mit ihren Ideen weiterbringen. Die wirklich dabei sind statt nur da. Und das ist gar nicht so weit hergeholt, weil Menschen so gestrickt sind, dass sie das eigentlich alles in sich tragen und „drauf haben“. Es verträgt sich eben nur nicht mit Steuerung und Kontrolle.

Also, Ihr lieben Manager: Habt endlich Mut zur Lücke. Denn Ihr seid es, die wirklichen Wandel verhindern. Zumindest im Moment noch. Denn wirklich verhindern lässt er sich nicht.

Die gute Nachricht zum Schluss: Das Leben ist nicht zu Ende, wenn man nicht mehr als Manager arbeiten kann. Engagierte und flexible Mitarbeiter werden in allen Organisationen gesucht und finden einen Platz, der zu Ihnen passt.