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Opa und Enkel besuchen einen Zoo. In dem Zoo lebt ein Eisbär … in einem Käfig von sechs auf fünf Meter … von morgens bis abends läuft der Eisbär am Gitter entlang … sechs Meter vor, fünf Meter nach rechts, sechs Meter zurück, fünf Meter nach rechts, … Sagt der Enkel zum Opa: „Guck mal Opa der arme Eisbär … kannst Du den nicht einfach kaufen und dann lassen wir ihn frei … bitte!“. Gesagt getan … Opa kauft den Bär, der Bär wird betäubt, in ein Flugzeug verfrachtet und am Nordpol ausgesetzt. Als er aufwacht, schüttelt er sich, schaut sich kurz um und beginnt zu laufen: Sechs Meter vor, fünf Meter nach rechts, sechs Meter zurück, fünf Meter nach rechts…
 Lean, Agil, Digitalisierung, Industrie 4.0, New Work, … Nordpol. Im Moment ballen sich die „Enkel-Fantasien“ … von einem guten Leben des Eisbärs … oder eben von einem guten Leben im Unternehmen – mit zweifelsfrei riesigem Potenzial. Sie treffen allerdings überwiegend auf ein Leadership-Milieu, das immer noch auf das Modell Käfig setzt. Seine Gitterstäbe sind die alten Mentalmodelle/Glaubenssätze, mit denen so lange an den „Enkel-Fantasien“ herumgedoktert wird, bis alles rund und wirkungslos ist. Und dann stehen die Unternehmer und Manager in ihren dunklen Anzügen am Tresen und sind sich einig: Bringt doch alles nix … lang leben die ach so gewohnten Leadership-Muster! Am Ende sind halt die Mitarbeiter Schuld, die ihren Allerwertesten nicht hoch kriegen. Und alle, die etwas anderes berichten, sind Exoten … und werden schon sehen …
Mich beginnt die Unreflektiertheit und Ignoranz der „gefühlten Mehrheit“ des deutschen Managements anzugurken. Anstatt den hundertsten Methodenkongress zu veranstalten und sich gegenseitig – ob der innovativen Gedanken – auf die Schultern zu klopfen, sollten wir im Management endlich damit beginnen, uns wirklich auseinanderzusetzen. Zum Beispiel mit der Frage, wie ein Milieu aussieht, dass das Zeug dazu hat, das Potenzial der „Enkel-Fantasien“ zu entfalten. Über diese Frage gelangt man schnell zur Auseinandersetzung mit unserem Menschenbild – und über diese Auseinandersetzung zur Erkenntnis, die uns die so viel beklatschten und langsam zu Popstars mutierenden Hirnforscher wie Gerald Hüther, Manfred Spitzer oder Gerhard Roth in den letzten Jahren immer wieder präsentiert haben: Die menschliche Natur strebt nach Zugehörigkeit und persönlichem Wachstum … bei gleichzeitiger Forderung nach Raum für Eigenorganisation.
Die gute Nachricht: Der Großteil der gerade in der Aufmerksamkeit befindlichen „Enkel-Fantasien“ passen – auch wenn das nur wenigen bewusst ist – perfekt zur Natur des Menschen … sind teilweise sogar direkt aus dieser abgeleitet … wie zum Beispiel das agile Framework Scrum. Aber die meisten, die es nutzen, nutzen es als Methode … und die trifft dann auf das eben beschriebene Leadership-Milieu – das jenseits der Natur des Menschen unterwegs ist. Und schwups: Verwandelt sich die „Methoden“ mit großem Potenzial in eine weitere durchs Dorf getriebene Sau … mit bekannten Folgen.
Ich mache mit unterschiedlichen Leuten seit fast 20 Jahren an diesem Phänomen rum … als Geschäftsführer, als freiberuflicher Begleiter von Veränderungsprozessen und zuletzt als Director Human Resources bei einem Automobilzulieferer. Im Kern stehen immer wieder die gleichen Erfahrungen: Es ist eine absolute Herkulesaufgabe, wirkliche Auseinandersetzung im Management zu evozieren.
Oft wurden meine/unsere Praktiken belächelt, bestenfalls (bei Erfolg) geduldet . Im Misserfolgsfall – der bezogen auf beschriebenes Milieu leicht zu erreichen ist – kamen dann Sätze, wie: „Ich habs ja gleich gesagt und immer gewusst.
Nach meinem letzten – gut dreijährigen Engagement als Director Human Resources, das am 31. Dezember 2016 zu Ende war, hatte ich den Impuls, eine Kneipe aufzumachen (ich koche gerne)… getrieben von dem Gedanken: Nur weit weg vom Management und den ewig gleichen Erfahrungen, dem Anbiedern und dem sehnsüchtigen Hoffen, dass jemand (wirklich) einsteigt.
Jetzt, zwei Monate später, merke ich, dass mich das „Ding“ nicht loslässt, weiter an mir gräbt … Daher mein Entschluss: Einen Versuch starte ich noch vor der Kneipe.
Und zwar jetzt und hier!
Wo sind die Unternehmer und Manager, die das Potenzial der „Enkel-Fantasien“ … der vielen, sich aktuell ballenden Angebote (Agil, Lean, Digitalisierung & Co) nutzen wollen und die Bereitschaft mitbringen, sich wirklich auseinanderzusetzen?
Mein Fokus ist nicht, Beratungsleistungen zu verkaufen … mein Fokus ist es, mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die es ernst meinen.
Einfach Kontaktanfrage schicken … hier kommentieren … oder was auch immer tun, um Verbindung aufzunehmen. Ich freu mich drauf. Und verspreche: Das Potenzial ist deutlich größer als oft eingeschätzt … bezogen auf die Produktivität genauso wie bezogen auf die Leichtigkeit des Funktionierens.